Mehrere hundert Einsatzkräfte vor Ort – Flammen schlagen Meterhoch in den Nachthimmel – 2 Millionen Euro Schaden

Rothenburg ob der Tauber – Am Donnerstag (29.04.2021) um genau 0 Uhr wurden neben den Feuerwehren Rothenburg ob der Tauber, Bettenfeld, Leuzenbronn und Neusitz auch Rettungskräfte des Roten Kreuzes sowie die Polizei zu einem Lagerhallenbrand im Gewerbegebiet alarmiert. Schon auf der Anfahrt der ersten Kräfte konnte man einen massiven Feuerschein sehen.

Kurz nach Ankunft wurden auch schon weitere Kräfte aus der Umgebung nachalarmiert und das Einsatzstichwort auf „Brand mehrerer Lagerhallen“ erhöht. Die Freiwilligen Frauen und Männer mussten sich gegen eine gewaltige Feuerwand kämpfen. Insgesamt standen 3 Lagerhallen und ein Bürogebäude in Vollbrand. Durch die große Hitze des Feuers entzündeten sich auch mehrere Quadratmeter Freifläche und Schuttsilos, die mit Holz gefüllt waren.

Nach einer Lagebesprechung der Führungskräfte wurde entschieden, noch weitere Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Ansbach, Neustadt an der Aisch und dem benachbarten Baden-Württemberg nach zu alarmieren. Auch die Stützpunktfeuerwehren der US-Army aus Katterbach und Illesheim kamen mit zwei Flugfeldlöschfahrzeugen sowie einem Abrollbehälter Wasser mit 6000ltr zur Unterstützung an die Einsatzstelle.

In der Nacht wurden ebenfalls weitere Kräfte des THW und verschiedener SEG-Gruppen des Roten Kreuzes für weitere Unterstützung hinzugerufen. Für eine gute Beobachtung aus der Luft wurde die Feuerwehr Dinkelsbühl mit einer speziellen Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, alarmiert. Mit dieser Hilfe konnte aus der Luft die größten Brandherde ausgemacht werden.

Durch Feuer, den Rauch und evtl. anderer gefahren in der Luft wurde die Bevölkerung über die Warnapps Katwarn und Nina aufgefordert Fenster und Türen zu schließen und Geschlossen zu halten. Da nicht jeder diese Apps hat, wurde durch mobile Lautsprecherfahrzeuge (Mobela) der Feuerwehr die Bevölkerung durch Durchsagen gewarnt.

Zum Glück kam bei diesem Einsatz bis zum jetzigen Stand niemand zu Schaden. Laut ersten Informationen der Polizei beläuft sich der Schaden auf rund 2 Millionen Euro. Da der Einsatz momentan noch läuft werden die Anwohner noch immer gebeten das Gebiet weites gehend zu meiden, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern und sich selber in Gefahr zu begeben. Aktuell werden die Müllberge und Hallenteile durch Bagger auseinandergezogen. Parallel löscht die Feuerwehr immer wieder entfachte Feuer und Glutnester ab.

Die Einsatzkräfte werden mit Essen und Trinken, durch das Rote Kreuz versorgt. Wie lange der Einsatz insgesamt noch dauern wird ist nicht abzusehen.

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